Aktuelle Informationen über TDK-CD-Rohlinge (CD-R)
Stand: 16.01.2004
In letzter Zeit häufen sich die Hinweise, daß TDK in seinen Spindeln (sowohl mit 25 als auch mit 50 Exemplaren) nicht mehr nur Ritek und TDK verpackt, sondern auch Taiyo Yuden (TY), Mitsui, CMC, Plasmon oder Moser Baer India (MBI). Der Ruf von CMC, Plasmon und MBI ist nicht sonderlich gut. Über Mitsui gibt es geteilte Meinungen, früher waren die sehr gut; TY gilt ebenso wie TDK als sehr gut. Als Philips oder TDK gelabelte Ritek waren bisher auch in Ordnung.
Da die grundsätzliche Gefahr besteht, eine womöglich schlechte Sorte zu erwischen, habe ich hier mit Hilfe einiger Mitstreiter aus der Newsgroup de.comp.hardware.laufwerke.brenner (Homepage zu dieser NG unter http://www.dchlb.de/, FAQ unter http://faq.dchlb.de/, groups.google-Archiv unter http://groups.google.de/groups?group=de.comp.hardware.laufwerke.brenner) diese Informations-Seite eingerichtet.
Bei den hier untersuchten Rohlingen handelt es sich um die folgenden Spindeln:
| 25 CD-Rs | 50 CD-Rs | |
|---|---|---|
| Item Code | CD-R80CBMEA25 | CD-R80CBMEA50 |
| EAN-Barcode | 4 902030 180287 | 4 902030 179571 |
Grundsätzlich betroffen sind offenbar auch die TDK Metallic Disc in Jewelcases bzw. 10er Kartons. Da man dort aufgrund der undurchsichtigen Packung den enthaltenen Hersteller nicht erkennen kann, würde ich derzeit vom Kauf dieser Schachteln bzw. Einzelrohlinge abraten.
Gängige Verpackungen ("Cakeboxes")
| Bei der wahrscheinlich häufigsten Verpackung ragt die Außenwand des Deckels knapp einen Zentimeter über die Oberseite hinaus. Der Pfeil markiert die Position des Barcodes, unter dem sich der Item Code befindet. | ![]() |
| Es gibt noch eine etwas andere Verpackung, die nicht so eine markante Kante am oberen Rand des Deckels hat. Außerdem scheinen die Rohlinge darin mit einem Schaumstoff-Ring bedeckt zu sein, es kann also sein, daß man bei dieser Packung den Hersteller nicht ermitteln kann. | ![]() (Foto: Helmar Weser) |
| Die dritte Verpackung enthält mit an Sicherheit grenzender
Wahrscheinlichkeit (gute) Rohlinge von Taiyo Yuden. Man beachte die Tatsache,
daß die Banderole selbst die Einschweiß-Folie darstellt und daß der Boden der
Box geriffelt ist und nicht über den Rand des Deckels hinausragt. Die Information, daß sich in diesen Spindeln auch MBI befinden können, hat sich nicht bestätigt. Man kann diese speziell geformten Spindeln also offenbar gefahrlos kaufen! Auch Verbatim Data Life-Rohlinge in diesen Spindeln enthalten Rohlinge von TY. |
![]() (Foto: Henri Fuellkrug) |
| Hier noch ein Foto vom Verschlußsystem der TY-Cakebox: | ![]() (Foto: Philipp Kunert) |
Hinweise zur Ermittlung des Herstellers
- Man unterscheidet zwischen dem Vertreiber (Imation, MMore, Medion und Platinum beispielsweise sind reine Vertreiber bzw. Handelsnamen) und dem Hersteller (Mitsubishi, TDK, Ritek, CMC, ...) eines Rohlings. Natürlich gibt es Hersteller, die Rohlinge von Drittfirmen zukaufen und unter eigenem Namen vertreiben - das ist das derzeitige Problem bei TDK.
- Jeder Rohling-Hersteller prägt am inneren Rand der silbernen Beschichtung des Rohlings eine Kennung ein. Diese kann entweder mit einem Laser in die Oberfläche der CD-R "graviert" werden (siehe zB bei CMC), oder sie ist schon in der Reflexions- oder Farbschicht enthalten (zB bei TDK und Ritek).
- Diese Kennung hat nichts mit der im transparenten Mittelteil aufgedruckten oder eingeprägten Chargennummer zu tun (zB im Bild des Ritek-Rohlings als J417JS212243446A15 zu erkennen)!
- In der Regel ist diese Kennung spiegelverkehrt, wenn man den Rohling von oben betrachtet.
- Wenn man den Hersteller bereits gekaufter Rohlinge ermitteln will, bietet sich dazu ein Tool wie CDR-Identifier (http://www.cdr-forum.de/shownews.php?show=34) oder cdrecord aus den cdrtools von Jörg Schilling (http://www.fokus.fraunhofer.de/research/cc/glone/employees/joerg.schilling/private/cdrecord.html) an.
- Bei den TDK-Spindeln kann man mit etwas Glück den Hersteller bereits vor
dem Kauf ermitteln. Dazu muß man unter die Außenkante des versenkten
ringförmigen Bereichs im Deckel gucken, dann kann man bei gutem Licht die
eingeprägte Kennung im silbernen Bereich ablesen:

Hersteller-Identifikation
Die Informationen zur Hersteller-Identifikation habe ich auf einzelne Seiten aufgeteilt, da das hier doch ein klein wenig zu unübersichtlich wurde.
Hersteller: echte TDK | CMC | Moser Baer | Mitsui | Plasmon | Ritek | Taiyo Yuden |
alternative Rohling-Empfehlungen
| Wer, wie ich, auf Datensicherheit Wert legt, sollte sich nach den
TDK SpeedX 52x umsehen. Diese werden in einer hellgrünen
Schachtel geliefert und enthalten 10 oder 25 Stück im JewelCase. Nach
bisherigen Erfahrungen enthalten diese Packungen grundsätzlich immer
gute Rohlinge von TDK. TDK SpeedX 48x können allerdings durchaus Ritek enthalten. |
![]() offizielles Produktfoto von http://www.tdk-europe.com/.../12/Speed-X |
| Auch die 90-Minuten-Rohlinge von TDK (in den grau-roten Schachteln)
enthielten bisher immer echte TDK. Allerdings kommen nicht alle Brenner damit
zurecht, und es kann zu weiteren Problemen kommen. Hinweise finden sich unter
http://www.feurio.net/faq/faq_writer_99mincdr.shtml. Diese CD-Rs müssen grundsätzlich im Disc At Once-Modus gebrannt werden. Außerdem sollte man sie tatsächlich nur mit der aufgedruckten Geschwindigkeit von 40x beschreiben. Mein Plextor Premium schaltet automatisch entsprechend herunter. |
![]() offizielles Produktfoto von http://www.tdk-europe.com/products/.../10 |
| Wenn es nicht TDK sein muß: sehr gute Erfahrungen habe ich mit den Verbatim Data Life Plus Printable 48x, Made in Mexico, Reorder-No. 43325 (10er Pack) bzw. 43324 (Einzeldisc) gemacht. | ![]() |
| Auch die neuen Verbatim Data Life Plus 52x sollten qualitativ ordentlich sein. Diese habe ich bisher aber noch nicht testen können. | ![]() offizielles Produktfoto von http://de.verbatim-europe.com/... |
Schlußwort
Vielen Dank an Torsten Triphan für den Scan und ATIP des Ritek-Rohlings, Bastian Lutz für den Scan und ATIP des Mitsui-Rohlings und Helmar Weser für die Ritek-FE/TE-Scans und das Foto der Cakebox. Joachim Rosner trug den MBI-ATIP bei, Udo Kammer den MBI-Text und das MBI-Bild. Von Henri Fuellkrug stammt das Bild von der TY-Cakebox, die zwei Bilder vom TY-Rohling sowie der TY-ATIP und der TY-Prägecode. Philipp Kunert schickte mir das Foto der TY-Cakebox-Verriegelung, den TY-FE/TE-Scan, den ATIP und das gute Foto vom TY-Rohling. Von Alexander Abt stammen die diversen C1/C2, FE/TE und Beta/Jitter-Scans für die Moser Baer (MBI). Mathias Bauer lieferte den ATIP und die Prägung von Plasmon. Alfred Kamenz bestätigte die Plasmon-Prägung und die Tatsache, daß dieses Problem auch die 25er Spindeln betrifft. Clemens Schüller bestätigte den MBI-Prägecode und lieferte einen erschreckenden K-Probe-Scan von MBI. Alexander Bräutigam lieferte die Information, daß TY- und MBI-Rohlinge sich durch den von außerhalb erkennbaren trüben Innenring unterscheiden. Johannes Alberts berichtete von Verbatim Data Life-Spindeln in den charakteristischen TY-Boxen, die ebenfalls TY enthielten.
Alle Angaben ohne Gewähr! Die hier veröffentlichten Informationen dürfen natürlich auf anderen Websites veröffentlicht werden. Bedingungen: Die Bilder dürfen nicht von außerhalb verlinkt werden, die entsprechende Seite muß für den Besucher kostenfrei sein und diese Seite muß als Quelle angegeben werden.
Die FE/TE-Tests wurden in einem Plextor Premium gemacht. Firmware 1.02, PlexTools Professional 2.02.
Wer weitere ATIP-Informationen oder Rohling-Scans hat, kann mir diese gerne an info@schwinde.de schicken. Ich werde die entsprechenden Informationen dann hier veröffentlichen.
Alan Tiedemann, 16.01.2004

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